Theatrum Phonosophicum – Avet Terterian

Leopoldo Siano (*1982) ist ein italienischer Musikphilosoph, der seit 2012 am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität zu Köln lehrt.  Zusammen mit seiner Ehefrau Shushan Hyusnunts ist er der Begründer des Theatrum Phonosophicum.

In diesem Jahr 2021 erscheint sein Werk „Musica Cosmogonica. Von der Barockzeit bis heute“ im Verlag Königshausen, welches sich der Frage „Wie klingt der Anfang der Welt?“ stellt.

Mit der Frage der Weltentstehung haben sich seit jeher Dichter, Philosophen, Theologen, Wissenschaftler, Künstler aller Art und nicht zuletzt Musiker auseinandergesetzt. Aus der Perspektive eines Komponisten lautet die Frage: Wie klingt der Anfang der Welt? Dieses Buch ist eine Reise durch die abendländische Musikgeschichte der letzten Jahrhunderte in kosmogonischer Sicht. Durch die Besprechung von Werken, die zwischen dem 18. und dem 21. Jahrhundert entstanden sind, wird gezeigt, mit welchen musikalischen Mitteln die verschiedensten Komponisten (von Jean-Féry Rebel zu Joseph Haydn, von Gustav Mahler zu Charles Ives, von Richard Wagner zu Karlheinz Stockhausen etc.) es jeweils unternommen haben, die Weltschöpfung zu evozieren und auf welche Klangarchetypen sie zurückgriffen, um den Anfang aller Dinge akustisch darzustellen.

In diesem Zusammenhang steht auch die Beschäftigung mit der Musik Avet Terterians. Ein dreiteiliges Radioporträt (in deutscher sowie in italienischer Sprache) sowie die Arbeit AKASHA klang-raum Terterian finden Sie nachstehend aus der Soundcloud hier eingebunden.


PORTRAITS A series of podcasts by Leopoldo Siano and Shushan Hyusnunts (conception and realization)

Portrait #3 „AVET TERTERIAN“

Musical quotations: Avet Terterian, Symphony No. 8 Theatrum Phonosophicum, Akasha. klang-raum Terterian, I Avet Terterian, Symphony No. 5 Karlheinz Stockhausen, Kurzwellen Avet Terterian, Symphony No. 6 Sergei Prokofieff, War and Peace Edvard Mirsoyan, Poem-Epitaph in memoriam Aram Khachaturian Avet Terterian, On the river Anton Bruckner, Symphony No. 9 Gagik Hovounts, Concerto for piano and orchestra, I Komitas, Armenian Holy Mass Alexander Spendiarian, Yerevan Études Aram Khachaturian, Concerto for violine and orchestra, I Arno Babajanyan, Elegy (in memoriam Aram Khachaturian) Avet Terterian, Symphony No. 3, III 

Porträt Avet Terterian 1/3
Porträt Avet Terterian 2/3
Porträt Avet Terterian 3/3

AKASHA  | klang-raum Terterian

A „sound space„; an installation. A slow, very slow flow of sound events. Otherworldly temporalities. (It could always already commenced, and could continue forever). A hommage to the homo cosmicus Avet Terterian.
Our sounds mixed with anamorphosis of remembrances from Terterian’s music.
A non-verbal reflection on it, and at the same time a sound analysis of its structural principles. An analysis through sounds, without word.
What would Terterian’s music have been, if he could have had regular access to an electroacoustic studio?
In this „space“ (akasha), Terterian’s music is unexpectedly led towards Francisco López‘ „sonic matter„.

AKASHA. klang-raum Terterian 1/3
AKASHA. klang-raum Terterian 2/3
AKASHA. klang-raum Terterian 3/3